Krankheitsbilder

Krankheitsbilder, Symptome und Risikofaktoren


Damit Sie sich ein Bild über Behandlungsmöglichkeiten von Venenerkrankungen in unserer Praxis Heide- Chirurgie Soltau machen können, haben wir auf dieser Seite verschiedene Krankheitsbilder aufgelistet.

Varikose (Krampfadern und Besenreiser)


Besenreiser sind oberflächige kleine Venen, die sich als fadenförmige Hautverfärbungen überwiegend an den unteren Extremitäten zeigen. Meist sind sie harmlos und stellen kein medizinisches Problem dar. Da die Besenreiser aber oft deutlich sichtbar sind, besteht bei den Betroffenen häufig der Wunsch diese aus kosmetischen Gründen entfernen zu lassen. Die venöse Veränderung kann aber auch ein Anzeichen einer chronischen Venenerkrankung sein. Deswegen sollte bei auftreten weiterer Beschwerden, wie z. B. müde, schwere und angeschwollene Beine, Spannungsgefühl und Schmerzen, Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden. Besenreiser lassen sich durch die klassische Verödung (Sklerosierung) oder einer Radiofrequenztherapie entfernen.

Krampfadern (Varizen) lassen sich nicht nur gut sehen, sondern auch ertasten. Sie äußern sich durch bläuliche Schlängelungen, meist an den unteren Extremitäten. Spürbare Symptome des Krampfaderleidens sind schwere Beine, Ödeme (Wasseransammlungen), Hautspannen oder Juckreiz. Durch die Unterversorgung des betroffenen Bereichs kann es im Verlauf zu Komplikationen wie einer Venenentzündung (Phlebitis) oder Geschwüren und „offene Beine“ (Ulcus cruris) kommen. Genau wie Besenreiser entstehen Varizen durch einen venösen Rückstau in Folge einer Venenschwäche. Geeignete Behandlungsmethoden für Krampfadern sind, je nach Form und Ausprägung, Kompressionstherapie, Verödung (Sklerosierung), Radiofrequenztherapie, Stripping oder Exhairese.

Thrombose


Unter einer Thrombose versteht man einen Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). Die Entstehung wird durch 3 Faktoren beeinflusst: Veränderung der Gefäßwände, des Blutstroms sowieso der Blutzusammensetzung. Typische Symptome einer Thrombose sind muskelkaterähnliche Schmerzen, Spannungsgefühl, rot- bläuliche (livide) Verfärbung und Überwärmung. Eine rechtzeitige Behandlung ist wichtig, um eine Embolie und andere Spätfolgen wie Krampfadern und Geschwüre zu verhindern. Eine Behandlung erfolgt entweder durch einen Kompressionsverband und Ruhigstellung, gerinnungshemmende Medikamente oder in manchen Fällen durch eine Thrombektomie (operative Entfernung des Thrombus).

Chronisch venöse Insuffizienz (CVI)


Mit einer chronisch venösen Insuffizienz bezeichnet man eine Funktionsstörung der Venen, die mit einer Rückflussstörung, Ödemen und Hautveränderungen einhergeht. Die ersten Anzeichen sind Krampfadern und Flüssigkeitsansammlungen. Später folgen auch Pigmentierung und entzündliche Veränderungen der Haut (Ekzeme). Eine unbehandelte chronisch venöse Insuffizienz kann zu einer Thrombose und einem „offenen Bein“ (Ulcus cruris) führen.

Das Ulcus cruris ist eine tiefliegende und nässende chronische Wunde am Unterschenkel bzw. im Knöchelbereich. Eine Wundversorgung durch einen Arzt oder einer geeigneten Pflegekraft ist unbedingt zu empfehlen.

Die Behandlung der chronisch venösen Insuffizienz hängt von der Ausprägung ab. Ziel ist es, den venösen Rückfluss zu unterstützen. Dafür sind Kompressionsstrümpfe oder -verbände geeignet. Starke Ödeme lassen sich durch entwässernde Medikamente behandeln. Im fortgeschrittenen Stadium kann auch eine Verödung oder eine Operation des betroffenen Bereichs sinnvoll sein.

Risikofaktoren und Prophylaxe


Die Risikofaktoren für die jeweiligen Venenerkrankungen unterscheiden sich nicht sonderlich. Die wichtigsten gemeinsamen Nenner sind Bewegungsmangel, Übergewicht und hohes Alter. Auch Rauchen, genetische Veranlagung und erhöhter Blutdruck können Ursachen für venöse Erkrankungen sein. Im Fall der Ulcus cruris ist die Diabetes- bedingt Nervenschädigung (Polyneuropathie), bei der die Empfindlichkeit der Füße abnimmt, ein weiterer wichtiger Risikofaktor.

Um Varikosen und andere Störungen des Venensystems vorzubeugen, gibt es diverse Maßnahmen. Dazu gehört eine ausreichende Bewegung, gesunde Ernährung, Optimierung des Gewichts und passende Kleidung (nicht zu eng, bequeme und flache Schuhe).